Raiffeisen-Volksbank Miltenberg verzichtet auf Negativzinsen

Miltenberg, 2. Juni 2022 – Die Raiffeisen-Volksbank Miltenberg möchte die positive Zinsentwicklung auf den Kapitalmärkten umgehend an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben. Hierzu teilte das Kreditinstitut nach einer Vorstandssitzung am 1. Juni 2022 mit, dass man ab sofort auf die Berechnung von Verwahrentgelten auf Guthaben, die Anleger auf Spar- und Tagesgeldkonten vorhalten, verzichte.

Bereits seit Juni 2014 liegt der Einlagenzins der Europäischen Zentralbank (EZB) unter Null. Dies hat zur Folge, dass Banken Strafzinsen von aktuell 0,5 Prozent zahlen müssen, wenn sie Guthaben ihrer Kundinnen und Kunden bei der Notenbank verwahren.

Angesichts der Rekordinflation naht nun das Ende der sehr lockeren Geldpolitik. Dabei gilt eine erste Zinserhöhung im Juli als wahrscheinlich. Volkswirte erwarten, dass die Notenbank in diesem Jahr voraussichtlich schrittweise den negativen Einlagensatz auf null Prozent anheben wird.

„Als regionale Bank wollen wir die richtigen Lösungen auf die aktuellen Nachrichten und Herausforderungen wie Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Inflation und Preissteigerungen finden“ begründet Vorstand Stefan Balles die Maßnahme der Raiffeisen-Volksbank Miltenberg. „Wir sind uns jedoch auch einig, dass dies nur geringfügig und nur in Kombination mit weiteren Maßnahmen hilfreich sein kann. Besonders die individuelle Vermögensberatung mit alternativen Anlagemöglichkeiten zu Sparkonto und Tagesgeld ist notwendig, um inflationsbedingte Wertverluste langfristig zumindest teilweise abzufedern“ so Balles weiter.